Der Potsdamer Arbeits-und Ausbildungsmarkt im Februar

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam erneut zurückgegangen. Insgesamt waren im Februar 18.187 Menschen arbeitslos gemeldet, 242 weniger als noch im Januar und 1.018 weniger als im Vorjahresvergleich. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,4 Prozent und somit 0,1 Prozentpunkte unter dem Januarwert und 0,4 Prozentpunkte unter Vorjahreswert. „In nahezu allen Geschäftsstellen und Jobcentern haben wir im Vergleich zum Vorjahr ein Minus beim Bestand von Arbeitslosen und einen nicht unerheblichen Zuwachs an gemeldeten Arbeitsstellen. Dabei haben wir die höchste Anzahl der Stellen sogar in wetterabhängigen Berufen wie zum Beispiel in der Baubranche zu verzeichnen”, stellt Dr. Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Potsdam fest. “Im Vergleich zum Vorjahr haben wir hier fast 10 Prozent mehr Stellen in der Betreuung. Das ist bei Frühling im Februar aber auch nur eine logische Konsequenz“, fügt sie ergänzend hinzu.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Februar im Monatsvergleich leicht gestiegen. Sie liegt mit aktuell 6,3 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert von 6,4 Prozent, und 0,5 Prozentpunkte über dem Vormonatswert. „Es ist nichts neues, dass junge Absolventen nicht immer nahtlos nach dem Ende ihrer zweieinhalb- oder dreieinhalbjährigen Ausbildung den Übergang in eine Beschäftigung vollziehen. Dafür bietet der Arbeitsmarkt mit der zunehmend hohen Anzahl an Auswahlmöglichkeiten für den Berufseinstieg auch ein breites Spektrum”, schätzt Dr. Ramona Schröder, Leiterin der Agentur für Arbeit Potsdam die Lage ein. „Da wird sich gern ein bisschen mehr Zeit für die Entscheidung genommen. Das gilt jedoch nicht für die Ausbildungsbetriebe”, ergänzt Schröder. „Den aktuell 3.284 gemeldeten Ausbildungsstellen stehen nur 1.987 Bewerber gegenüber. Hier lautet die Devise, sich schnell zu entscheiden und den jungen Ausbildungsbewerber an sich zu binden.“

Als erfreulich bewertet Schröder das Interesse der Ausbildungssuchenden an den MINT-Berufen – Berufe mit dem Hintergrund Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Unter den Top 10 der nachgefragten Ausbildungen finden sich neben dem beinah schon traditionellen Beruf zum/zur Fachkraft Kraftfahrzeugtechnik auch Softwareentwickler/in, Fachkraft Holz-, Möbel und Innenausbau als auch die Fachkraft im chemisch-technischen Labor.

Auf die Herausforderungen Industrie 4.0, Digitalisierung und Elektromobilität können Unternehmen nur mit gut ausgebildetem Personal reagieren – das betrifft vordergründig den technisch-naturwissenschaftlichen Bereich.

“Mir ist bewusst, dass auch der Frauenanteil in MINT Berufen kontinuierlich erhöht werden muss und wir insbesondere verstärkt auch bei den Mädchen dafür werben, mal mutig zu sein und den Blick über den berühmten Tellerrand zuzulassen. Daher ist mein Slogan ‘Komm MINT, machs nach, machs besser’ auch nicht von ungefähr”, bekräftigt die Agenturchefin. Eine Möglichkeit dazu bietet der traditionelle Girls Day, der in diesem Jahr am 28. März stattfindet. Ein bundesweiter Schnuppertag speziell für Mädchen, um in Berufe der vermeintlichen Männerdomäne zu schlüpfen. “ Ich sage hier ganz provokant – Mint geht auch im Mini”, so Schröder.

PM – Agentur für Arbeit Potsdam

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