Die Zukunft des Fliegens

Hauptstadtregion als Kompetenzzentrum für klimaneutrales Fliegen

In der zweiten Augusthälfte fand in Leipzig die erste nationale Luftfahrtkonferenz statt. Eines der Hauptthemen war natürlich, vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadiskussionen, das klimaverträglichere Fliegen. Dazu soll die Luftfahrtforschung gestärkt, verschiedene alternative Antriebe getestet und das fossile Kerosin durch synthetischen Kraftstoff ersetzt werden. Es geht also um die Zukunft des Fliegens.

Zu diesem Thema fand am 15. August in Wildau ein Spitzentreffen führender Vertreter aus Wirtschaft und Politik statt, bei dem die Zukunft der Luftfahrtindustrie in der Region Berlin- Brandenburg diskutiert wurde. Es diskutierten Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, der Chef der Staatskanzlei Berlin Christian Gaebler, der Geschäftsführer der MTU Maintenance Berlin-Brandenburg André Sinanian, von Rolls Royce Deutschland Dr. Peter Wehle und Dr. Edmund Ahlers, Vorsitzender der Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz e.V. und gleichzeitig Geschäftsführer der AneCom AeroTest GmbH.

Ministerpräsident Woidke hob zu Beginn hervor, dass die Luft- und Raumfahrt für die Region Berlin-Brandenburg eine Erfolgsgeschichte ist.
Tausende Arbeitsplätze sind entstanden. Die Region ist der drittwichtigste Standort deutschlandweit, nach München und Hamburg. Die Hochtechnologie hilft dem Land, weiter voran zu kommen. In Brandenburg wird an Dingen geforscht, die für den Luftverkehr weltweit von Bedeutung sind. Da geht es um Lärm und darum, wie wir uns zukünftig klimaneutraler in der Luft bewegen. Dr. Peter Wehle betonte, dass die Umweltstrategie des Unternehmens Rolls Royce auf drei Elementen basiert: das traditionelle Gasturbinentriebwerk weiter zu verbessern, effizienter und umweltfreundlicher zu machen.

Die Unterstützung der Industrie bei der Herstellung von synthetischen Kraftstoffen, d.h. künstliches Kerosin unter Verwendung erneuerbarer Energien herzustellen und die Elektrifizierung der Luftfahrt durch den Einsatz hybridelektrischer Antriebe. Um Emissionen abzubauen sei aber ebenso eine Optimierung der Flugrouten und der Abläufe an den Flughäfen notwendig. André Sinanian von MTU: „Wir sind mit 18% beteiligt an der Entwicklung des erfolgreichsten Triebwerkes aller Zeiten. Im ersten Schritt wurde hier erreicht, 16% CO2, 16% des Treibstoffverbrauchs und 75% des Lärms zu reduzieren. Wir können alte Treibwerke nicht emissionsfrei bekommen, wir können aber unseren Beitrag leisten, dass diese Triebwerke effizienter fliegen und dadurch weniger Schadstoffe entstehen.“

Dr. Edmund Ahlers erläuterte, dass die AneCom AeroTest GmbH mit ihren Versuchen u. a. dazu beiträgt, dass neue Technologien entwickelt werden, die dazu führen, Emissionen zu reduzieren.
Volker Thum, Hauptgeschäftsführer des BDLI, der die Diskussionsrunde moderierte fasste zusammen: „Die Region profitiert von einer starken Triebwerksindustrie sowie von der ILA Berlin als führender Innovationsmesse unserer Branche. Darüber hinaus entwickelt sich die Hauptstadtregion zu einem Kompetenzzentrum für hybridelektrisches Fliegen. Sie nimmt auf dem Weg zum klimaneutralen Fliegen eine Schlüsselrolle ein.“

MT

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