Großbeeren (SR/HAS) Die Forderungen nach einer Verbesserung der personellen
Rahmenbedingungen in den Brandenburger Kitas werden wieder lauter. Nach dem Kita-Aktionstag „Baustelle Kita“ im Oktober 2011 folgt in diesem Frühjahr, wieder angeregt
durch die Landes-Kita-Initiative, am Mittwoch, dem 23. Mai 2012 der Aktionstag „Es ist 5 vor 12!“
Dieser findet unter anderem in der DRK-Kita „Löwenzahn“ (Ernst-Thälmann-Str. 8, 14979 Großbeeren) und in der DRK-Kita „Waldkobolde“ (Pilzheide 24, 15926 Heideblick OT Walddrehna) statt! Engagierte Eltern beteiligen sich ebenso wie die Mitarbeiter/innen. Der Einladung an die Politik, sich ein Bild vom derzeitigen Kita-Alltag zu machen, folgen diesmal Frau Sylvia Lehmann SPD (ab 9.00 Uhr) in der DRK-Kita „Waldkobolde“ und Herr Danny Eichelbaum CDU (10.00–11.30 Uhr) in der DRK-Kita „Löwenzahn“.
Hintergrund:
Ziel und gleichzeitig Aufgabe der Kindertagesstätten im Land Brandenburg gemäß Kindertagesstättengesetz (KitaG) vom 10. Juni 1992, zuletzt geändert durch das Gesetz vom 15. Juli 2010 ist die Erziehung, Bildung, Betreuung und Versorgung der Kinder. Diesem Ziel wird unter Bündelung aller zur Verfügung stehenden Ressourcen tagein tagaus umfassend Rechnung getragen. Die Frage nach dem „Wie“ wird gerne verschwiegen oder wegdiskutiert.
In der Kita engagieren, Freizeit für die Kita aufwenden, alles für unsere Kinder an Einsatz und Kraft geben – das ist bei vielen Eltern und Erzieher/Innen zu erleben. Nach wie vor können wir in Gesprächen, mit Erzieherinnen, Leiterinnen und anderen Eltern feststellen, dass an durchschnittlich 100 Tagen im Jahr, bedingt durch Urlaub, Krankheit, Teamberatungen, Elternarbeit, Vor-und Nachbereitung, die Aus- und Fortbildung sowie verlängerte Öffnungszeiten der Kita, nur eine Erzieherin mit der doppelten Kinderzahl, also mit bis zu 24 Kindern, im Kindergarten allein dasteht.
Wissenschaftliche Untersuchungen als Begründung für notwendige zukunftsweisende Änderung gibt es ausreichend. Trotz lauter Rufe von Eltern und Fachleuten verschließen sich weiterhin die Verantwortlichen aus der Brandenburger Politik.
Die wichtigste Grundlage, d.h. optimale Bedingungen für frühkindliche Bildung zu schaffen, mit einem für Kinder und Erzieher/innen gesunderhaltenden Personalschlüssel, dafür ist die Landesregierung zuständig. Aber das Land setzt seine Prioritäten nicht so im Bereich (frühkindliche) Bildung ein, wie es die Fachleute fordern.
Was möchten die Eltern – und an ihrer Seite die Erzieher/innen – mit solchen Aktionstagen erreichen? Nichts weiter als: Mehr Zeit, mehr Zuwendung, mehr Bildung und mehr Erzieherinnen und Erzieher für unsere Kinder.
Deshalb fordern sie die Verantwortlichen auf, endlich ein klares Zeichen für frühkindliche Bildung und Entwicklung der Kinder zu setzen. Denn diese Kinder sind die Zukunft des Landes!
Deshalb fordern die Kita-Eltern und Erzieher/innen:
• einen Stufenplan zur Verbesserung des Personalschlüssels in den Kitas!
• Mitwirkungsrechte der Eltern-Gremien im Kita-Gesetz
• Freistellung der Kita-Leitungen von der Gruppenarbeit in Kitas mit
mehr als 100 Kindern
gez. Harald-Albert Swik





Die Forderungen sind sehr vernünftig aber Deutschland weigert sich im Moment hartnäckig wirklich da zu fördern wo es nötig wäre. Das geht ja bis zu den Universitäten so weiter, dass man immer den einfachsten Weg geht und die Lernenden dabei leiden.