Meilensteine in Schönefeld – Wie alles begann

Wie alles begann? fragte mich kürzlich Jörg Kobs, der über die Meilensteine in der Gemeinde Schönefeld etwas schreiben will.

Ursprünglich, das war bereits 1997 als ich zum Amtsdirektor gewählt wurde, bestand mein Plan nur darin, ein gutes Radwegenetz für alle Ortsteile in Schönefeld zu bauen. Ziel war es, die Ortsteile mit Radwegen so zu vernetzen, das es mehr Freude machen sollte, mit dem Rad als mit dem Auto zu fahren. Noch haben wir den Flughafen BER ja noch nicht, aber wenn er kommt, werden schnelle Radwegeverbindungen von A nach B in unserer Gemeinde von besonderer Bedeutung sein.

Highlight des Ganzen sollte die Runway Nr. 3 werden, der Radweg um den Flughafen herum. Große Teile davon sind fertiggestellt, die Brücke über die Bahn, die den Weg zwischen Schönefeld und Waltersdorf sehr attraktiv machen wird, ist zumindest vom Eisenbahnbundesamt genehmigt worden. Die Vollendung der Runway Nr.3 muss in den nächsten Jahren unbedingt umgesetzt werden, denn sie ist Teil des bereits vor 14 Jahren beschlossenen Radwegeplanes für Schönefeld. Anfänglich gab es beim Radwegebau keine Meilensteine. Als ich dann irgendwann die Radwegeschilder des Landes oder des Landkreises sah, kam ich ins Grübeln, weil die viel zu klein, zu schwer zu entdecken und aus meiner Sicht nicht überall aufstellbar waren. Das ließ mich schlecht schlafen und mitten in der Nacht kam dann die Idee mit den Obelisken. Ich konnte schnell einen Anbieter in Indien finden, der die Steine deutlich unter 1000 Euro anbot.

Mein Vorschlag in der Gemeindevertretung, diese Steine in Indien zu kaufen, fiel durch. Wie das gesamte Projekt. Aber ich ließ mich nicht entmutigen und betrieb dieses Projekt, was ja grundsätzlich als positiv empfunden wurde, aber für das man in der Gemeindevertretung kein öffentliches Geld ausgeben wollte. Was also tun? Und so wurde mit Hilfe von Sponsoren nach und nach Meilenstein für Meilenstein aufgestellt. Den ersten Stein stellten wir 2007 an der B 96 a am Radweg von Schönefeld in Richtung Waßmannsdorf auf.

Anlass dafür war der Geburtstag des Chefs der Firma Höffner, dem seine Mitarbeiter diesen Stein widmeten und gleichzeitig für ihn eine besondere Überraschung bereithielten. An diesem Tag wurde ein Weltrekord aufgestellt, der die Stärke und große Bandbreite der Firma Höffner noch einmal unterstrich, denn die Mitarbeiter schafften es, das längste Sofa der Welt innerhalb von 2 Stunden aufzubauen. Der bisherige Weltrekord, ein Sofa in Schweden mit einer Länge von 37 Meter, wurde stark deplaziert, denn die Mitarbeiter schafften es, ein 1000 Meter langes Sofa zwischen Schönefeld und Waßmannsdorf aufzubauen. Dieser Weltrekord ist auf dem ersten Meilenstein am Radweg nach Waßmannsdorf für immer verewigt.

Den bisher letzten Meilenstein konnten wir mit dem Verbandsvorsteher des MAWV und den Bürgermeistern aus Königs Wusterhausen, Wildau, Zeuthen und Schönefeld in der Nähe des A 10 Centers anlässlich des 25. Jährigen Gründungsjahres des MAWV am Radweg Wildau Königs Wusterhausen aufstellen. Drei weitere Steine sind in Arbeit, die in den nächsten Wochen und Monaten aufgestellt werden, um dann ebenso wie die anderen auch, die Radwege besser zu kennzeichnen. Gleichzeitig sind auf den Obelisken die Wappen der Orte zu sehen und es wird teilweise an besondere Ereignisse erinnert.

Dr. U.Haase
Bürgermeiste vo Schönefeld a.D.

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