Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Wildau mit Blick in die Zukunft

Technische Hochschule Wildau und Robert-Koch-Institut
setzen auf Innovation

Bildunterschrift v.l.n.r.: Prof. Dr. Jörg Steinbach (Wirtschaftsminister LandBrandenburg), Stephan Loge (Landrat Landkreis Dahme-Spreewald), DorotheeBär (MdB, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte derBundesregierung für Digitalisierung), Gerhard Janßen (Geschäftsführer derWirtschaftsförderung Dahme-Spreewald), Prof. Dr. Lothar H. Wieler (Präsident desRobert Koch-Instituts), Michael Weisel (Geschäftsführer der FTI Engineering3
Network GmbH), Prof. Dr. Klaus-Martin Melzer (Vizepräsident der TechnischenHochschule Wildau)

Die Stadt Wildau ist eines der bedeutendsten Wissenschaftsstandorte im
Land Brandenburg. Die Technische Hochschule, das Zentrum für Luft- und Raumfahrt, der Forschungsbereich Polymermaterialien und Composite PYCO des Fraunhofer IAP oder das ZENTRUM FÜR ZUKUNFTSTECHNOLOGIEN sind nur einige wenige Beispiele dafür.

Seit Anfang des Jahres baut hier auch das Robert-Koch-Institut. Im Zentrum für Zukunftstechnologien entsteht gerade ein in dieser Form „einzigartiges Zentrum für Künstliche Intelligenz in der der Public-Health-Forschung (ZKI-PH). Ziel ist es – mit neuen Methoden – das transdisziplinäre Feld der öffentlichen Gesundheit, also Public Health, zu stärken und sowohl national als auch international neue Impulse zu setzen. Der Einsatz KI-basierter Technologien ermöglicht es, zukünftig große und komplexe Datenquellen nutzbar zu machen, um zum Beispiel Epidemien umfassender zu
analysieren und Frühwarnsysteme weiterzuentwickeln. (…) International, innovativ und
interdisziplinär ausgerichtet, wird mit dem ZKI-PH ein wichtiger Beitrag zum Schutz der
Gesundheit der Bevölkerung geleistet.“ (Quelle: Robert-Koch-Institut). Diese Einrichtung wird langfristig mit der Technischen Hochschule Wildau in den Bereichen der angewandten Biowissenschaften und Informatik zusammenarbeiten.

10. Wissenschaftswoche – Neue Energie für die Mobilitätswende

in diesem Jahr feiert die Technische Hochschule Wildau ihr 30jähriges Bestehen.
Die „10. Wissenschaftswoche #digital“ vom 8. Bis 12. März bildete den Auftakt des Festjahres „30 Jahre Technische Hochschule Wildau“. Erstmals in digitaler Form veranstaltet, wurden verschiedene Themen wie „Künstliche Intelligenz in der
Mobilität“, das „4. Forum Neue Mobilitätsformen“ oder das „10. Energiesymposium: Neue Energie für die Mobilitätswende“, behandelt.

Das 10. Energiesymposium wurde eröffnet durch Klaus Henschke, Cluster-Manager des Clusters Energietechnik bei der Wirtschaftsförderung Berlin Brandenburg (WFBB).
Er wies darauf hin, dass die Mobilitätswende Teil der Energiewende ist. Beim Strom liegt der Anteil an erneuerbaren Energien bei 40 Prozent. „Wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, Energie erneuerbar herzustellen.“ Beim Gesamtenergieverbrauch in
Deutschland hat der Stromverbrauch einen Anteil von 22 Prozent. „Das bedeutet, wenn wir die Energiewende schaffen wollen, dann müssen wir uns mehr um den Verkehr und um die Wärme kümmern“, so Klaus Henschke. Der Bereich Verkehr hat einen Anteil von 27 Prozent am Energieverbrauch. Darum sei es an der Zeit, die Energiewende mehr in Richtung Mobilitätswende und Wärmewende zu verstehen. In Brandenburg existieren hierfür ideale Voraussetzungen: es gibt 3700 Windräder und 35000 Photovoltaikanlagen. Damit ist Brandenburg eine Region, die erneuerbare Energien herstellt.
Brandenburg befinde sich in der Transformation von der Braunkohleverstromung hin zu den erneuerbaren Energien und habe auch für die Anwendung ideale Voraussetzungen. Das erste weltweite Hybridkraftwerk für Wasserstoff steht in Prenzlau, die weltweit erste Demonstrationsanlage zur Speicherung von Windstrom steht in Falkenhagen. Bei einem Standortwettbewerb des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur für ein „Technologie- und Innovationszentrum Wasserstoff“ für Mobilitätsanwendungen haben in kurzer Zeit 140 Institutionen und Unternehmen, unter ihnen auch der
Flughafen Berlin Brandenburg und die Technische Hochschule Wildau, ihre Unterstützung zugesagt.

Weitere Schwerpunktthemen des Symposiums waren „Neue Energien im Verkehrssektor“,„Neue Antriebstechnologien“, „Zukunft des Verbrennungsmotors“, „Wasserstoffspeicherung im Untergrund“ und „Neue Energieträger im Verkehr“. Ein besonderer, weil praxisnaher Vortrag kam von Alexander Sohl von der ME Energie Wildau. Das Unternehmen hat die erste komplett stromnetzunabhängige Ladestation der Welt geschaffen. Das System kann an jedem beliebigen Ort abgesetzt und zum
Aufladen von Elektrofahrzeugen genutzt werden. Innerhalb von 15 Minuten können
Fahrzeuge für eine Reichweite von 200 Kilometern aufgeladen werden. Der Strom wird mittels Biokraftstoff erzeugt und benötigt somit keinen
Netzanschluss. Dafür wurde die ME Energy – Liquid Electricity GmbH mit dem renommierten Innovationspreis Berlin Brandenburg ausgezeichnet.
Mit der 10. Wissenschaftswoche hat die Technische Hochschule Wildau ihre wichtige Rolle bei der Forschung und Realisierung der Energieund Mobilitätswende unterstrichen.

MT

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